Die 7 guten Gewohnheiten einer glücklichen Ehe – „Füllt die Krüge mit Wasser„ -(Nazaret-Betrachtung KW 33/2010)
von P. Johannes Lechner csj
Die Hochzeit von Kana führt uns in das Geheimnis des Ehesakraments. Wir kennen die Brautleute jener Hochzeit nicht mit Namen, dafür wird erwähnt, dass Maria dort war sowie Jesus und seine Jünger. Auf jener Hochzeit stellte sich eine peinliche und für ein Weinland untypische Situation ein, nämlich dass der Wein ausgeht.
Die Fürsprache Marias ist entscheidend für das Weinwunder, genauso wie die Schöpfarbeit der Diener, die Jesus ein blindes Vertrauen entgegenbringen, obwohl sie das eigentlich nicht müssten, da Jesus nicht ihr Vorgesetzter ist! Jesus redet davon, die sechs Wasserkrüge zu je 100 Litern mit Wasser zu füllen. Das Problem ist allerdings, dass es keinen Wein gibt. Die Vernunft wendet ein: „Wein brauchen wir, nicht Wasser!“ Doch die Diener tun es. Die Wasserkrüge konnten damals auch nur durch anstrengende Arbeit gefüllt werden. Mit einem Eimer von 15 Litern muss man 40 Mal zum Brunnen schöpfen gehen, um alle Krüge bis zum Rand zu füllen. Diese Diener waren garantiert durchgeschwitzt! Wann hat sich die Wandlung genau vollzogen? Wir wissen es nicht. Aber das Ergebnis versetzt in Erstaunen: Der neue Wein ist besser, so dass uns von der verwunderten Reaktion des Speisemeisters berichtet wird.
Die Hochzeit von Kana bringt so die existentielle Situation des Menschen, ganz besonders auch in der Ehe, auf den Punkt: Wir befinden uns zwischen Mangel und Fülle, zwischen Zerbrechlichkeit und Herrlichkeit. Besonders im Hinblick auf die Liebe.
Das Evangelium betont die Wichtigkeit dieser Wasserkrüge. Der Herr lässt diese Wasserkrüge so wichtig werden, weil durch sie das Alltägliche ins Wunder eingeht. Das Weinwunder von Kana ist eine Wandlung, keine Schöpfung aus dem Nichts. Es brauchte das menschliche Mitwirken. Für Eheleute gilt: Der Herr segnet das Wasser eures guten Willens, eures stetigen menschlichen Bemühens. Durch die Kraft des Ehesakramentes verwandelt der Herr dieses wohlwollende Bemühen in den Wein der göttlichen Liebe. Aber er braucht euer Wasser, euren guten Willen, euer Handeln. Schluss mit der Passivität!
Wie können Eheleute ihre Krüge mit Wasser füllen? Wie geht das konkret? Ich nenne das die sieben guten Gewohnheiten einer glücklichen Ehe. Wenn sich Eheleute darin einüben, dann werden sie stetig in der Liebe wachsen, der Herr wird sie garantiert mit verschwenderischer Fülle segnen und mit dem Wein seiner göttlichen Liebe erfreuen. Ich möchte diese sieben guten Gewohnheiten hier anführen.
Heilige Maria, Du goldenes Haus, bitte für uns!
Diese Woche betet folgende Gemeinschaft für die Nazaret Gebets-Familien:
Töchter der Göttlichen Liebe
